12. Dezember 2007 bis 25. Jänner 2008
     Universität für angewandte Kunst Wien
     Ausstellungszentrum Heiligenkreuzer Hof 

 

 

 

 

 

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Margarete Schütte-Lihotzky

 


Margarete Schütte-Lihotzky (1897–2000) war Österreichs erste Architektin. Bekannt wurde sie vor allem durch die Frankfurter Küche, ein funktionalistisches Einbauküchenmodell. Entworfen und erdacht hat Schütte-Lihotzky jedoch weit mehr. Ihr Werk und ihr Leben als politisch engagierter Mensch waren geprägt vom Willen, gesellschaftliche Vision und gestalterische Praxis zu vereinen.

Schütte-Lihotzky erfuhr Zeit ihres Lebens verschiedene, oft plakative Zuschreibungen: Als soziale Architektin gefeiert, als Kommunistin kritisiert, als Widerstandskämpferin gegen den Faschismus gewürdigt, als Erfinderin der Frankfurter Küche etikettiert.

Bislang unentdeckte Perspektiven zur Person Margarete Schütte-Lihotzky im Spannungsfeld von Gegenwart und Moderne zeigt nun ein Team junger KuratorInnen. Ausgangspunkt dieser Annäherung ist der erstmals ausgestellte Nachlass von Schütte-Lihotzky – vermacht der Universität für angewandte Kunst Wien – mit seiner einzigartigen Mischung aus Objekten zu Architektur, Politischem und Privatem.

Ihr Mythos, ihre Zeit, ihre Spuren. Die Ausstellung Ich bin keine Küche betrachtet Margarete Schütte- Lihotzky aus drei neuen Blickwinkeln.

Mythos Margarete Schütte-Lihotzky
Wie entstand er, war es Fremdzuschreibung oder doch auch Selbstdarstellung? Die Rezeptionsgeschichte von Leben und Werk der Architektin ermöglicht, neue Facetten ihrer Biografie zu entdecken.

Paradigmen der Moderne
Wie aktuell ist dieses Schütte-Lihotzky prägende Ideengebäude? Dieser Teil der Ausstellung konfrontiert die Moderne als historischen Kontext der Architektin mit ausgewählten Positionen der Gegenwartskunst.

Demokratisches Design
Wie relevant sind Schütte-Lihotzkys Positionen für zeitgenössisches Design? Bereitete sie den Weg für ein demokratisches Design, und ist dieser Begriff überhaupt zulässig? DesignerInnen und ExpertInnen nehmen Stellung zu dieser spannenden These.


Die Ausstellung Ich bin keine Küche entsteht im Rahmen des Lehrgangs exhibition and cultural communication management (ecm) an der Universität für angewandte Kunst Wien. Seine TeilnehmerInnen konzipieren, organisieren, vermitteln und setzen die Ausstellung gemeinsam um. Der Leiter der Sammlungen der Universität für angewandte Kunst Wien und das ecm-Leitungsteam begleiten das Projekt.

Trägerin der Ausstellung ist die Universität für angewandte Kunst Wien.

ecm-TeilnehmerInnen 2006–2008: Christa Bauer, Isabel M. Dreyer de Miranda Botelho, Carine Gengler, Heinrich Gressel, Sabine Hütter, Franz Jud, Claudia Kragulj, Kerstin Krenn, Nora Lackner, Markus Laumann, Barbara Rosenegger-Bernard, Stefan Rozporka, Evi Scheller, Christoph Strolz, Roman Tronner, Karl Welunschek, Jessica Wyschka

ecm-Leitungsteam: Martina Griesser-Stermscheg, Christine Haupt-Stummer, Beatrice Jaschke, Charlotte Martinz-Turek, Monika Sommer-Sieghart, Nora Sternfeld, Luisa Ziaja

Sammlungen der Universität für angewandte Kunst Wien: Elke Handel, Silvia Herkt, Patrick Werkner (Sammlungsleiter)

Mit künstlerischen, theoretischen und diskursiven Beiträgen von: Renate Allmayer-Beck, Architektin (A) | Tulga Beyerle, Designexpertin (A) | Alison Clarke, Designtheoretikerin, Universität für angewandte Kunst Wien (A) [angefragt] | Wojciech Czaja, Architekturkritiker (A) | Carola Dertnig, Künstlerin (A/USA) | Edith Friedl, Architekturtheoretikerin (A) | Doris Grossi, Universität für angewandte Kunst Wien (A) | Birgit Jürgenssen, Künstlerin (A) | Mike Jordan, Künstler (A) | Jakob Kolding, Künstler (DK/D) | Irene Nierhaus, Kunsttheoretikerin (A) | Peter Noever, Direktor MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst/Gegenwartskunst (A) | Fidel Peugeot, Walking-Chair Designstudio (CH/A) | Karl Emilio Pircher, Walking-Chair Designstudio (A) | Martha Rosler, Künstlerin (USA) | Robert Temel, Architekt und Architekturtheoretiker (A) | Gitte Villesen, Künstlerin (DK) | Nikolaus Weitzer, Künstler (A) | Walter Zschokke, Architekturtheoretiker (A) | Marlene Haring, Künstlerin (A) | Gabu Heindl, Architektin (A)